Sportklause Nüßmann

Rehden, Dickeler Str. 4. (ehemals Rehden Nr. 299)

Gründung

Im Jahr 1962 bezog Wilhelm Nüßmann (*27.1.1911 +3.5.1994) mit seiner Familie den Neubau eines Geschäfts- und Wohnhauses an der Dickeler Straße. Hier war eine Gaststätte mit Gastraum und zwei Clubräumen entstanden. Im nördlichen Teil des Hauses waren die Schuhmacherwerkstatt und ein Ladengeschäft untergebracht. In Anlehnung an die Gäste, die überwiegend aus den Sportlern des 1954 gegründeten BSV „Schwarz-Weiß“ Rehden bestand, wurde die Gaststätte „Sportklause“ genannt.

Ausstattung und Nutzung

Nach dem Betreten der Gaststätte fiel der Blick auf die große Theke. Der Gastraum war großzügig eingerichtet. Links vom Eingang befand sich eine Sitzecke, vor dem Fenster standen zwei unterschiedlich große Tische und gegenüber der Theke waren weitere Sitzecken. So konnten unterschiedlich große Gruppen den richtigen Platz finden. Zwei weitere Clubräume waren durch eine Schiebetür getrennt und konnten bei Bedarf zu einem größeren Raum erweitert werden. Hier fierten viele Familien Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten und besondere Geburtstagsjubiläen. Jedes Jahr wurde auch ein großes Skatturnier um wertvolle Preise gespielt.

Besonderheiten

Am Tresen der Gaststätte wurde so manches Geschäft getätigt. So war es durchaus möglich nach dem Genuss eines Bieres noch ein Paar Schuhe zu kaufen. Auch Vorgespräche über Grundstücksverkäufe fanden hier statt. Die für den Fußballspielbetrieb verantwortlichen Vorstandsmitglieder trafen sich regelmäßig in der Sportlerklause.

Entwicklung der Gaststätte

Gebäudeansicht von 2015 (Foto: Plaggemeyer)

Bereits im Jahr 1971 übernahm Horst Curth, der in der Danziger Straße einen Getränkehandel betrieb, als Pächter die Gaststätte. Die Familie Nüßmann konzentrierte sich auf das Schuhgeschäft. Als im Jahre 1991 der Pachtvertrag auslief, übernahm Horst Curth das Hotel Kahling an der Nienburger Straße.

Weitere Nutzung

In den Räumen des alten Schuhgeschäftes richtete die Volksbank 1976 eine Geschäftsstelle ein, die bis 2007 Bestand hatte. Einen Teil der ehemaligen Gaststättenräume wurde von 1978 bis 1992 an die Deutsche Post (Filiale in Rehden) verpachtet. Ab 1.1.1999 nutzte die DRK-Schwesternstation die restlichen Räume. Ein Teil der Gaststättenräume wurden Schulungsräume für eine Fahrschule, im anderen Teil befindet sich eine Physiotherapeutische Praxis.