Eine "schöne" Beerdigung

Zur Beerdigung eines Schützenkameraden waren Vereinsmitglieder am Vereinslokal angetreten und wurden von einer Blaskapelle zur Trauerfeier in der Kirche und anschließend zur Beisetzung auf den Friedhof geführt. Am Grab wurde dann das Lied vom „Alten Kameraden“ gespielt. Nach der Beerdigung gang es zurück zum Vereinslokal. Dort spielte die Blaskapelle dann das Liede „So ein Tag, so wunderschön wie heute“. Kommentar eines Schützenbruders: „Wieder eine schöne Beerdigung!“

 

Regularien für Schützenwirte

In den Gemeinden wurde das Schützenfest reihum bei den Gastwirten gefeiert. Bei der Gründung des Schützenvereins Hemsloh im Jahre 1926 wurden durch Versammlungsbeschluss u.a. folgende Regularien festgelegt:

  • Das Schießen wird vom Verein übernommen. Der Wirt hat die Scheibe und die Büchse unentgeltlich zur Verfügung zu stellen
  • Jeder Wirt hat einen Schießstand zu bauen auf seine Kosten
  • Der Schützenfestwirt hat das Zelt auf seine Kosten zu beschaffen

Sicherheit beim Königsschießen

Anfang der 1930er Jahre fand bei Leukering in Mackenstedt das Schützenfest statt. Am Tage des Königschießens kam ein Beamter aus Diepholz und überprüfte die Sicherheit. Ein angetrunkener Schütze ging zu dem im angrenzenden Wald aufgebauten Schießstand mit der Waffe in der Hand. Er stolperte und stützte sich dabei mit dem Gewehr kurz vor dem Beamten ab. Der Lauf des Gewehres bohrte sich in den Sand. Der Schütze wurde von dem Beamten „konfirmiert“ (gemaßregelt) und vom Schießen ausgeschlossen. Die übrigen Schützen konnten am Schießen teilnehmen.

3. Schützenfesttag

Im Jahre 1967 zogen am Montag nach dem Schützenfest einige Schützen mit einem Jauchefass vom Schützenkönig durch das Dorf. Auf dem Fass saßen einige Schützen. Gezogen wurde der Ackerwagen mit Jauchefass von zwei „Pferden“ (Schützen). Beim Halt an der Gaststätte „Sportklause“ gönnten sich die Besatzung Schnaps und Bier, die „Pferde“ bekamen Brot und Wasser.