Vorbestellung des Buches möglich

Geschichten und Anekdoten über historische Gaststätten

Vortrag über Kneipenkultur Geestmoor gut besucht / Buch kann vorbestellt werden

REHDEN • Zu einem Vertag über die Gaststatten in der Samtgemeinde Rehden hatte die Arbeitsgruppe Kneipen-Kultur Geestmoor geladen, die derzeit die Veröffentlichung eines gleichnamigen Buches im kommenden Jahr vorbereitet. Mehr als 50 Interessierte begrüßte Ralf Nüßmann im Clubraum der Gaststätte Nüßmann-Neumeier in Düversbruch. Er dankte Samtgemeindearchivar Dieter Plaggemeyer, der seit knapp drei Jahren an den Inhalten und Geschichten zu den einzelnen Gaststätten arbeitet. Dabei erhält Plaggemeyer Unterstützung von Wilhelm Hollberg, der aus seinem großen Fundus aus Barver das Buchprojekt unterstützt. Über die Wetscher Gaststätten hat Dietrich Stoehrer einige Informationen zusammengetragen. In einer Zeitreise berichtete Plaggemeyer Wissenswertes über zwölf Gaststätten und bereicherte seinen Vortrag durch einige Anekdoten. Start der Rundreise" war im

Gasthaus Nüßmann-Neumeier. Der Gründer dieser Gaststätte, Alfred Sandmann, besänftigte ungeduldige Gäste mit seinem Spruch: „Kinners, dat is hier en Gasthus un kin Driefhus. ich kriege jau noch alle satt."

Bei einigen Zuhörern kamen Erinnerungen auf. So zum Beispiel von den Tanzveranstaltungen Anfang der 1950er-jahre auf der drehbaren Tanzfläche in der Bergschenke Kellenberg. Diese Gaststätte war wegen der vielfältigen Beleuchtung auch als „ 1000-Laternen" bekannt. Das Mitte des 19. Jahrhunderts gegründete Gasthaus Kahling-Recker in Wetschen war ebenfalls ein beliebter Treffpunkt.

Nach dem Vortrag genossen die Teilnehmer ein Gänseessen und tauschten einige interessante Anekdoten aus. Vielleicht finden sie ja den Weg in das Buch „Kneipenkultur Rehden".

Am Ende der Veranstaltung verteilte die Arbeitsgruppe Fragebogen, mit denen Interessierte weitere schöne und lustige Geschichten und Anekdoten für den humorvollen Teil des Buches zur Verfügung stellen können. Alternativ können Informationen über das Kontaktformular auf der Homepage der Arbeitsgruppe mitgeteilt werden. Damit erhofft sich die Arbeitsgruppe noch mehr „Würze" für das Buch.

Auch Timo Friedhoff. Gemeindearchivar aus Wagenfeld, unterstützt die Arbeitsgruppe. Er hat Interessantes und Historisches zum Thema „Essen und Trinken" zusam­mengetragen.

Ende März 2019 soll das Projekt „Kneipenkultur Geestmoor" inhaltlich abgeschlossen werden. Die Fertigstellung ist so geplant, dass der Verkauf des Buches zum Herbstmarkt in Rehden Anfang Oktober 2019 starten kann. Um die Auflage planen zu können, sind Vorbestellungen beziehungsweise Re­servierungen ab sofort möglich. www.kneipenkultur-geestmoor.de

Diepholzer Kreisblatt vom 11.12.2018

 

„Wir sind auf die Unterstützung aller angewiesen"

Dieter Plaggemeyer und Ralf Nüßmann arbeiten an einem Buch über die Kneipenkultur in der Samtgemeinde Rehden / Erstes Treffen

REHDEN • Dieter Plaggemeyer und Ralf Nüßmann wollen ein Kneipenbuch für die Samtgemeinde Rehden erstellen (wir berichteten). Jetzt sind sie auf der Suche nach Mitstreitern, die Material und Geschichten zuliefern.

„Wichtig ist, dass wir Leute aus den Teilgemeinden finden, die an dein Projekt mitarbeiten", unterstrich Nüßmann beim ersten Treffen im Gasthaus Schwierking in Rehden. Zu diesem hatten sich neben den Genannten noch Wolfgang Rohlfing, Friedhelm Sander, Hermann Schwierking, Dietrich Stöhrer sowie Ilse und Gunter Nüßmann eingefunden.

Das Interesse sei riesig. „Aber wir sind auf Mithilfe angewiesen. Vielleicht entsteht daraus ja ein weiteres Thema", meinte Dieter Plaggemeyer. Die Kneipenkuitur in der Samtgemeinde sieht er auch als Stück der eigenen Identifikation.

Der Arbeitskreis will sich in den kommenden Monaten in allen Mitgliedgemeinden treffen. Auftakt dazu ist am Mittwoch, 31. Mai, 19 Uhr, im Schusterkrug in Barver. Folgen sollen Hemsloh, Düversbruch, Dickel, Wetschen, Lohaus und Rehden. Es soll ein Fragebogen zur Erfassung statistischer Daten von allen Kneipen in der Samtgemeinde erstellt werden. Ein erster Entwurf liegt vor und soll überarbeitet werden.

Phil Schwierking und Arnd Sülzen erstellen eine eigene Homepage: www.kneipen-kultur-geestmoor.de. Auf dieser sollen regelmäßig die zusammengetragenen Ergebnisse veröffentlicht werden.

Laut Dieter Plaggemeyer gibt es schon einen Teil an Daten. Dieses Material soll jetzt gesichtet werden. Für Rehden haben Rolf Hardemann und Hermann Schwierking umfangreiches Material zur Verfügung gestellt, Für Wetschen liefert Dieter Stöhrer entsprechende Unterlagen. Von Wolfgang Rohlfing kommen Unterlagen von Barver, weil dort Wilhelm Hollberg bereits umfangreiches Material gesichtet hat.

Ziel der Initiatoren ist es, neben den nackten Zahlen und Fakten auch schöne Geschichten zu sammeln. Interessant ist für sie die Frage: Warum hieß die Gaststätte von Junghans in Dickel Tempel? Antwort: Die Beteiligung der Dickeler an den Gottesdiensten in Jacobidrebber habe besser sein können. Pastor Jansen ist deshalb zu Junghans in die Kneipe gefahren und hat dort einmal im Monat einen Gottesdienst gehalten. Der Hüte ging zu seinen Schäfchen.

„Es gibt viele interessante Dinge, aber die müssen auch erzählt werden", betonte Ralf Nüßmann. „Für solche Geschichten brauchen wir die Unterstützung aller in der Samtgemeinde". ergänzte er. Erfreut zeigten sich er und Dieter Plaggemeyer über die Unterstützung des Heimatvereins, der beim ersten Treffen durch Friedhelm Sander vertreten war. Ilse Nüßmann fängt an, ihre Erlebnisse aufzuschreiben.

Die Geschichten möchten Plaggemeyer und Nüßmann als Video aufnehmen, weil sie es für schwierig halten, alle Informationen entsprechend zu sortieren. Beide suche deshalb noch interessierte Hobbyfilmer.

Laut Dieter Plaggemeyer soll die Datensammlung am 30. November 2018 abgeschlossen sein. Anfang 2019 soll das Buch fertig sein.

Einig waren sich die Anwesendem: Zehn Jahre früher beginnen wäre schön gewesen; aber besser jetzt, als zehn Jahre später • hwb

Diepholzer Kreisblatt vom 06.05.2017

Kneipenkultur gestern und heute

Neuer Arbeitskreis in Samtgemeinde Rehden

REHDEN • Dieter Plaggemeyer und Ralf Nüßmann laden zu Mittwoch. 26. April 19 Uhr in das Gasthaus Schwierking in Rehden ein. Bei diesem Treffen informieren die Beiden über ihre Plane und Ziele. In lockerer Runde soll ein Fahrplan aufgestellt werden, wie ein Kneipenbuch für die Samtgemeinde Rehden realisiert werden soll.

Das Buch soll sich in zwei Bereiche aufteilen. Im ersten Teil werden alle Daten zu den Kneipen und Gaststätten in der Samtgemeinde Rehden erfasst. Dieser Teil soll Antworten auf folgende Fragen geben: Wo gab es Kneipen? Wann wurden sie eröffnet? Wie lange wurden sie betrieben? Wer war Inhaber der Gaststätte?

Im zweiten Teil wollen die Beiden lustige Geschichten präsentieren. Dazu sind alle früheren und aktuellen Gaststätteninhaber aufgerufen, aber auch alle Gaste können ihre Fotos und Erlebnisse gerne mit einbringen.

Ralf Nüßmann ist die ersten zehn Jahre seines Lebens in der Sportklause seiner Großeltern und Eltern aufgewachsen. Er berichtet von drei Highlights aus dieser Zeit: 

  1. Nach den Fußballspielen trafen sich die drei Herren­mannschaften und die zwei Jugendmannschaften im Vereinslokal. Die Tische wurden längs in die beiden Klubräume gestellt und die Bierkisten unter die Tische. Im Laufe des Abends kamen auch noch die Spielerfrauen dazu. Die Jugendspieler saßen links vom Eingangsbereich in einer gemütlichen Ecke und tranken ihr leichtes Alster aus einem Stiefel. Im Klubraum ging es bis spät in die Nacht hoch her. Die Geselligkeit wurde gepflegt.
  2. Zu den Länderspielen und zu den Welt- und Europameisterschaften traf sich das Dorf und schaute gemeinsam die Spiele im Fernsehen an. Der Klubraum war prall gefüllt und die Atmosphäre war fast wie im Stadion, im Mit­telpunkt stand häufig der Pavian (Paul Breitner), aufgrund seiner Frisur wurde er von den Gasten so genannt.
  3. Ein weiteres Highlight waren die langen Schlangen rund ums Vereinsheim. Einige Wartende waren mit Zehn-Liter-Eimern gekommen. Sie wollten für den lauen Sommerabend Softeis von seiner Oma kaufen.

Diese Geschichten sind es, die dieses Projekt spannend und interessant machen. Es gibt auch noch viele Gaststätteninhabern, die persönlich von ihren Erlebnissen berichten können.

„An diesem Abend wollen wir einige Mitstreiter für den engeren Arbeitskreis gewinnen und wir möchten Interessierte kennenlernen, die ihre Geschichte erzählen möchten. Für das Projekt gibt es kein Zeitlimit, sondern wir wollen jetzt starten und möglichst viele Daten, Fakten und Geschichten sammeln", rufen Ralf Nüßmann und Dieter Plaggemeyer zum Mitmachen auf.

Das Buch der Stadt Dinklage ist für sie das Vorbild für dieses Projekt.

Diepholzer Kreisblatt vom 12.04.2017

 

Zweites Treffen ebenfalls erfolgreich

Projekt Kneipenkultur" kommt gut voran

BARVER • Auch das zweite Treffen des Projekts „Knei­penkultur, das die Geschichte von Gastwirtschaften in der Samtgemeinde Rehden aufarbeiten möchte, war ein voller Erfolg. Wihelm Hollberg aus Barver hatte bereits sehr viel Vorarbeit geleistet und stellt dem Projektteam seine Bilder, Interviews und Daten zur Verfügung.

Der ehemalige Bürgermeister, Samtgemeinderatsmitglied und Kreistagsabgeordnete, hat bereits vier Bücher über seine Heimat herausgebracht. Sein letztes Buch war ein Bildband - „Ein Dorf verändert sein Gesicht". Viele Informationen befinden sich aber in seinem Buch „Unser Dorf und seine Bewohner im Wandel der Zeit". Von diesem Buch wurden 436 Exemplare in kürzester Zeit verkauft. Ein toller Erfolg. Dieter Plaggemeyer, Wolfgang Rohlfing und Ralf Nüßmann hoffen, dass sie gemeinsam mit den Bürgern der Samtgemeinde daran anschließen können.

Wilhelm Hollberg konnte auch schöne Geschichten über Barver und seine Kneipen erzählen. Zum Beispiel warum die Familie Gerding (Kaphorn) erst keine Schankgenehmigung bekommen hat, oder dass der Schusterkrug in Barver früher Haltestation für eine wichtige Verbindung zwischen Amsterdam und Königsberg gewesen ist.

Die Zeit verging im Flug und das Projektteam freut sich auf die Zusammenarbeit mit Wilhelm Hollberg. An der Homepage „Kneipenkultur" wird weiter fleißig gearbeitet. Es soll drei große Oberpunkte geben: 1. Statistik und kurze Beschreibung der Gaststätten, 2. Bilder und 3. Geschichten.

Dieter Plaggemeyer hat einen Fragebogen entwickelt, der im Internet ausgefüllt werden kann und zur Datenerfassung dient. Wolfgang Rohlfing und Ralf Nüßmann freuen sich auf die Geschichten.

Das nächste Treffen findet im Hemsloher Bruch, am Dienstag, 27. Juni, um 19 Uhr statt. Das Landgasthaus Nüßmann-Neumeier ist Gastgeber. Willi Nüßmann kann viele Geschichten aus seiner eigenen Gaststätte berichten, aber auch als Viehhändler hat er viele Gaststätten der Region kennengelernt. Wer weiß schon noch, dass es einen Viehauftrieb in der Samtgemeinde Rehden gegeben hat? Mitte April wurden die Kühe ins Bruch getrieben und die Bauern blieben solange in der jeweiligen Gaststatte, bis die Kühe sich schlafen gelegt haben. Karl-Heinz Dünnemann konnte berichten, dass dies immer der Umsatzstärkste Tag im Jahr gewesen war.

Das Projektteam freut sich auch zum nächsten Treffen über viele Interessierte. Es möchte über seine Idee berichten und die weitere Vorgehensweise erläutern. Gerne können auch die ersten Geschichten und Bilder erzählt oder mitgebracht werden. Eine Veröffentlichung findet aber nur nach ausdrücklicher Zustimmung der betroffenen Personen statt.

DK 07.06.2017

„Kneipenkultur" zieht größere Kreise

Die bisher höchste Teilnehmerzahl im Hemsloher Bruch

HEMSLOHER BRUCH • Dieter Plaggemeyer und Ralf Nüßmann haben den ersten Stein ins Wasser geworden und er zieht immer größere Kreise. Die Teilnehmerzahl in der kleinsten Mitgliedsgemeinde war bisher die Höchste. Das Treffen des Projektteams „Kneipenkultur" fand im Landgasthaus Nüßmann-Neumeier statt, eine von vier noch aktiven Gaststätten in der Samtgemeinde Rehden. Das Bruch hatte früher mehr Kneipen als heute noch aktiv sind, Friedhelm Wiegmann hatte zum Treffen umfangreiches Material von den Gaststätten Kaning-Detert und Pieper-Tiemann mitgebracht. Er steht den Brüchern auch als Ansprechpartner zur Verfügung.

Die Eheleute Irmgard und Willi Nüßmann konnten umfangreiches Datenmaterial und Bilder zur Verfügung stellen. Die Teilnehmer haben diesen Abend genutzt und interessante Geschichten aus ihrer Zeit vorgestellt.

Das nächste Treffen ist am Dienstag, 1. August, 19 Uhr, im Feuerwehrhaus in Dickel. Dort wird das Projektteam von Bürgermeister Günther Meyer unterstützt. Alle Bürger (auch ehemalige} sind herzlich eingeladen. Die Verantwortlichen würden sich freuen, wenn sie wieder viel Material für ihr Buchprojekt bekommen würden. Insbesondere Vereine und Privatpersonen sind aufgerufen, ihre Geschichten oder Bilder zur Verfügung zu stellen,

Dieter Plaggemeyer wird das Material sichten und vor Veröffentlichung den Einreichenden zur Prüfung zur Verfügung stellen. Nur nach Prüfung und schriftlicher Freigabe wird es eine Veröffentlichung auf der Homepage und im Buch geben.

Das Interesse an der „Kneipenkultur" in der Samtgemeinde Rehden wächst. Die Zahl der Teilnehmer am Projektteam wächst, wie beim Treffen be! Nüßmann-Neumeier deutlich wurde. • DK 30.06.2017

Interessante Geschichten

Viertes Treffen des Kneipenkultur"-Teams

DICKEL • Interessante Geschichten bekamen die Besu­cher beim vierten Treffen des Projekt „Kneipenkultur* in Dicke! zu hören. Die Teilnehmer Eise Clausheide und Werner Gieseke konnten tolle Geschichten von ihren Besuchen in den Kneipen Junghans und Quante erzählen. Die Zeit verging sehr schnell und es wurde viel gelacht. Ein großer Dank des Projektteams geht an Günter Meyer. Bürgermeister der Gemeinde Dickel. der sich um die Organisation gekümmert hat

Unter anderem wurde folgendes erzählt: „Bei einem Damenkränzchen gab es sehr leckeren Likör. Auf dem Heimweg kamen die Damen bei der Gaststätte Junghans vorbei. Dort stand ein Fahrrad von einem nicht so beliebten Dickeler Bürger. Die Damen hatten die Idee, dem Fahrradbesitzer etwas mehr frische Luft an diesem Abend zu verschaffen. Sie dachten, er könnte sein Fahrrad auch schieben und zu Hause wieder aufpumpen. Leider war der Gast gerade auf dem Pissoir auf dem Hof und beobachtete die Aktion. Die Damen konnten entkommen und versteckten sich im Haus eines Nachbarn, Erst nach einigen Stunden konnten sie vom Ehemann sicher wieder nach Hause gebracht werden."

Ralf Nüßmann. Mitbegründer des Projekts, hat nach eigenen Angaben wieder viel Neues erfahren. Es war ihm zum Beispiel bisher nicht bekannt, dass es in Dicket zwei Schießstände gegeben hat. Das Schützenfest fand deshalb abwechselnd bei Quante und Junghans statt. Am jüngsten Treffen konnte Heinrich Quante sen. nicht teilnehmen, weil er mit der Getreideernte noch beschäftigt war. Er hätte sicher auch viele Geschichten erzählen können. Dieter Plaggemeyer wird in den nächsten Tagen Else Clausheide. Werner Gieseke und Heinrich Quante sen. besuchen und die Geschichten aufschreiben.

„Wenn die Kinder in Wetschen Blödsinn gemacht haben, dann haben sie sich im Pissoir vor dem Gasthaus Recker versteckt. Dort hat der örtliche Polizist niemals nachgeschaut. Ein sehr schönes Versteck", berichtete Else Clausheide aus ihrer Kindheit.

Das nächste Treffen der Projektgruppe wird am Dienstag. 12. September 19 Uhr. im Gasthaus Recker m Wetschen ausgerichtet. Dort wird das Projektteam von Inhaber Hermann Recker, Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch und Nachbarn der Gaststätte Recker unterstützt. Alle Bürger sind zur fünften Informationsveranstaltung eingeladen. Die Verantwortlichen wurden sich freuen, wenn sie wieder viel Material für ihr Buchprojekt bekommen würden. Insbesondere Vereine und Privatpersonen sind aufgerufen, auch ihre Geschichten oder Bilder zur Verfügung zu stellen.

Dieter Plaggemeyer wird das Material sichten und vor Veröffentlichung den hinreichenden zur Prüfung zur Verfügung stellen. Nur nach Prüfung und schriftlicher Freigabe wird es eine Veröffentlichung auf der Homepage und im Buch geben. DK vom 11.08.2017

Weste wechselt beim Kartenspiel die Farbe

Geschichten von früher; „Kneipenkultur Geestmoor" trifft sich bei Recker in Wetschen

WETSCHEN • Das Projektteam „Kneipenkultur Geestmoor" hat im Gasthaus Recker in Wetschen Station gemacht. Familie Recker berichtete dabei von ihrer Kind-und Jugendzeit im Gasthaus.

Das Gasthaus Recker ist eines der ältesten Gasthäuser in der Region, schreibt das Projektteam. Bereits im Jahr 1746 habt es eine Genehmigung für den Betrieb eines Einzelhandelsunternehmens mit Gaststätte gehabt. Leider sei die Urkunde im Laufe der Jahre verloren gegangen.

Auch die Kinder von Hermann Recker II. waren bei dem Treffen anwesend und hatten alte Bilder und Urkunden mitgebracht. Bei Durchsicht der Unterlagen konnten die Drei viele interessante Geschichten erzählen. Dieter Plaggemeyer habe fleißig mitgeschrieben und werde sicherlich mit Hermann Recker. Klaus Recker und Anja Hildebrand-Recker noch Interviews führen, Hermann Recker teilte mit, dass Ilse Köster, Martina Fmkenstadt, Gerlinde Höcker. Christa Metzner und Ruth Rechtziegler die Geschichte des Gasthauses Recker auch geprägt hatten und sicherlich interessante Geschichten berichten könnten.

Nach dem Krieg habe die Familie Recker eine Familie mit zwei Kindern aufgenommen. Sie hätten erst in der Wohnung der Familie Recker mitgewohnt, weil diese Wohnung für damalige Verhältnisse bereits sehr groß gewesen sei. Die Flüchtlinge hatten sich die alte Scheune gegenüber, jetzt Recker Feinkost, als Wohnung ausgebaut.

Dieter Plaggemeyer konnte aus dem Archiv berichten und mitteilen, dass zu damaliger Zeit etwa 50 Prozent der Bewohner in den Mitgliedsgemeinden Flüchtlinge gewesen seien, Eine schwierige Phase in der deutschen Geschichte sei mit viel Engagement bewältigt worden,

Hermann Recker III. konnte sich an drei Kartenspieler erinnern, die morgens sehr früh mit ihrem Kartenspielen begannen und am Abend immer noch aktiv waren. Regelmäßig hatten sich drei ältere Herren Ende der 1960er Jahre in der Gastwirtschaft Recker getroffen, um Karten zu spielen. Einer der Spieler sei passionierter Zigarrenraucher gewesen. Während des Kartenspielens habe die Zigarre immer „unter Dampf" gestanden. Hin und wieder sei die Asche auf die dunkle Weste des Spielers gefallen und zugleich mit der Hand abgewischt worden. Nach dem Ende des Spielens sei der Gast deswegen mit einer „weißen Weste" nach Hause gegangen.

Eine weitere Geschichte: Nach dem Wiegen des Viehs auf der gegenüberliegenden Straßenseite, seien die Landwirte und Viehhändler gerne zu einem kleinen Imbiss und einem Getränk in die Gaststätte gekommen. Sie hatten überwiegend Wasser und Schnaps getrunken. Der einfache Grund: Schnaps habe nicht so schnell zu einer Alkoholfahne geführt wie Bier.

Alle Anwesenden wollen auch weiter nach Bildern und Geschichten aus der Kneipenkultur der Gemeinde Wetschen suchen. Dieter Plaggemeyer werde das Material sichten und vor Veröffentlichung den Einreichenden zur Prüfung zur Verfügung stellen. Nur nach Prüfung und schriftlicher Freigabe soll es dann eine Veröffentlichung auf der Homepage und im Buch geben.

Diepholzer Kreisblatt vom 21.09.2017

Projektteam Kneipenkultur Geestmoor" informiert auf ihrer Homepage

Rehden. Das Projektteam „Kneipenkultur Geestmoor" ist ihrem Ziel, die Geschichte der gastronomischen Landschaft in der Samtgemeinde Rehden transparent zu machen, ein gehöriges Stück näher gekommen. In den vergangenen Monaten wurden eine Vielzahl von Informationen, Bildern und Geschichten gesammelt und gesichtet und auf einer Web-Site zusammengefasst Interessierte können sich ab sofort auf der Homepage https://www. kneipenkutur-geestmoor.de/home.html einen Überblick über die Ergebnisse verschaffen.

„Gaststätten und Kneipen gehören von jeher zur Kultur eines Ortes", betont Ralf Nüßrnann aus dem Projektteam, „sie waren immer ein wichtiger Treffpunkt für die Einwohner." In den Gastwirtschaften seien Informationen ausgetauscht und die Geselligkeit gepflegt worden, und die örtlichen Vereine und Klubs hätten Gaststätten und Kneipen zu ihren Vereinslokalen gewählt.

„Seit Jahren ist die Tendenz zu erkennen, dass die Anzahl der Kneipen und Gaststätten kontinuierlich zurückgeht", bedauert Nüßmann. Spitzenreiter beim Kneipensterben sei die Weltstadt Hamburg, wo die Zahl der gastronomischen Betriebe von 2001 bis 2010 um 48,1 Prozent gesunken sei, gefolgt von Niedersachsen mit einem Gaststätten-Schwund von 41,2 Prozent.

Mit Blick auf das engere Umfeld berichtet Nüßmann, dass es in der Samtgemeinde Rehden aktuell nur noch vier von ehemals über 40 Gaststätten und Kneipen gebe. Deshalb habe sich das mit interessierten Bürgern aus der Samtgemeinde Rehden besetzte Projektteam „Kneipenkultur-Geestmoor" zum Ziel gesetzt, die Geschichte der Gaststätten in der Samtgemeinde zu erfassen, aufzuarbeiten und für jedermann zugänglich zu machen. Zudem haben sich die Projektleiter Ralf Nüßmann, Dieter Plaggemeyer und Wolfgang Rohlfing auf die Fahnen geschrieben, das parallel laufende Projekt mit dem gleichen Inhalt des Kreisheimatbundes und des Kreismuseums zu unterstützen. Das gesamte Projektteam würde sich freuen, wenn sich möglichst viele Bürger auf der Homepage „Kneipenkultur-Geestmoor" umschauen und sich darüber Gedanken machen, was und wie sie selbst zum Projekt beitragen können. „Insbesondere für den Bereich Unterhaltung wie beispielsweise Karnevalsfeiern, Tanzabende und Kinovorstellungen fehlen noch Bilder und Geschichten", berichtet Dieter Plaggemeyer. Aber auch für Beiträge über das frühere Vereinswesen und über die Arbeit der Jägerschaft ist noch ausreichend Platz", ergänzt Ralf Nüßmann. Geplant ist, in absehbarer Zukunft alle Geschichten und eine Auswahl der schönsten Bilder über die Kneipenkultur in der Samtgemeinde Rehden von damals bis heute in Printform, als gleichermaßen informatives und interessantes Buch mit dem Titel „Kneipenkultur Geestmoor", herauszugeben.

Bürger, die im Besitz weiterer Informationen, alter Fotos und humorvoller Ge­schichten sind, können sich über das Kontaktformular, das von der Homepage heruntergeladen werden kann, mit dem Projektleiter-Trio in Verbindung setzen. „Wir freuen uns über jede Unterstützung und sind für alle Hilfe dankbar", betonen Nüßmann, Plaggemeyer und Rohlfing unisono. -ges-

Klönsnack Nr. 514 vom 29.06.2018