Gasthaus Dönselmann

Dickel, Ortsteil Dönsel

Gründung des Anwesens

Wenn man von Lohaus nach Dönsel fährt, stand am Ortseingang links das Anwesen Dönselmann-Theile Beide Häuser sind später abgebrannt

Der Hof von Dönselmann-Theile war früher ein 2/3 Erbe. Ein Hofbesitzer mit der Bezeichnung „Erbe" war der Besitzer eines der ältesten Höfe. Der Name Dönselmann ist wahrscheinlich abgeleitet worden von dem Ort Dönsel. In einer Urkunde von 1394 wird ein Knappe Rudolf von Donslo genannt. 1560 hat es einen Gerd und Bosche ton Dönsel gegeben. Weiter ist bekannt, dass es um 1720 auf dem Dönsel den Bauer Dietrich zum Dönsel und einen Härmen zum Dönsel (wahrscheinlich später „Harms") gab.

Gründung

Im Spätsommer 1945 kehrte Heinrich Dönselmann aus dem 2. Weltkrieg zurück und heiratete im Februar 1946 Elfriede Möller aus Wetschen. 1950 wurde in Dönselmanns Weide der erste Bohrturm in dieser Gegend aufgestellt. Der Bohrmeister und seine beiden Schichtführer fanden bei Dönselmanns Unterkunft. Das war der Anlass für Elfriede und Heinrich Dönselmann die Konzession für eine Gastwirtschaft zu beantragen. Diese wurde im Januar 1951 nach einigen Querelen erteilt.

Weitere Entwicklung

Die kleine Gasstätte wurde gut angenommen. Besonders im Sommer wurde diese von vielen Fahrradausflüglern angesteuert. Deshalb wurde der Gemüsegarten in einen Biergarten mit einer kleinen Tanzfläche um­funktioniert. Aus dem Lautsprecher über der Haustür ertönten die neuesten Schlager und schmissige Blasmusik.

1. Heidefest

Am Sonntag, den 24. August 1952, wurde das 1. Wald- und Heidefest gefeiert. Auf dem Hofplatz vor dem Haus hatte man ein Zelt aufgebaut. Auf der Diele spielte die Kapelle Meyer, Cornau. In den Ställen und auf der Diele hatte man Theken untergebracht. Mehr als 300 Gäste hatten sich eingefunden. Aufgrund dieses Erfolges wurde nun jedes Jahr das Heidefest gefeiert. Das Zelt bzw. die Zelte wurden immer größer und manchmal spielten auch zwei Kapellen



Heideköniginnen

Inzwischen war man dazu übergegangen, das Fest an zwei Tagen zu feiern und am zweiten Tag abends eine Heidekönigin zu wählen. Diese waren Hilde Plagge, Barver (1954); Gisela Koop, Dreeke (1955); Agnes Weber, Barver (1956); Margarete Schmidt, Drebber (1957); Margarete Korte, Rehden (1958); Hannelore Reeßing, Wetschen (1959); Iris Wöbse, Rehden (1960); Margrit Ridder, Rehden (1961), Annegret Möhlenhoff, Bremen (1962)

Ende der Gaststätte

Am 3. August 1976 ist Heinrich Dönselmann im 69. Lebensjahr verstorben. Das gesamte Anwesen wurde im Mai 1982 an Klaus und Gerda Meyer verkauft. Die Waldschänke wurde in „Meyers Deele" umbenannt. Im Herbst 1987 wurde der Schankbetrieb eingestellt. Im Februar 1988 ist das Haus abgebrannt und wurde nicht wieder aufgebaut